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LACKGESCHICHTEN&MASKERADE

Februar 22 - Februar 28
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Die Grundlage der ausgestellten Arbeit „Lackgeschichten“ beinhaltet das Abrissgestein des Münchner Viehhofes, welches durch den Künstler während des Abrisses eingesammelt wurde.
Anschließend wurden Bruchstücke der Mauer mit einer Art Lackschiefer, der an den anliegenden legalen Graffiti Halls als natürlicher städtischer Rohstoff wächst, beschichtet und darauf zugeschnitten.
Das Objekt wurde anschließend ausgerichtet und so verändert, dass die verschiedenen Lackschichten aus mehreren Jahren Schlachthof Malerei freigelegt wurden.
Die Arbeit kombiniert somit die Einzigartigkeit dieses Ortes und seiner Geschichte auf der einen Seite mit der gleichzeitig unübersehbaren Vergänglichkeit auf der anderen Seite.

Angeregt durch seinen Kollegen und persönlichen Freund Fammels, steigt STEM in das Thema Lackgeschichten ein.In den angeschliffenen Steinen vom Viehhofgelände, ruht weit mehr als eine Schicht Lack, welcher STEM zwischen 15 und 32 Jahren Lebensalter dort hinterlassen hat. Als aus dem Graffitimilieu stammender Künstler ist er steht’s mit „Schichten“, „Übermalung“ und letztlich mit „Maskerade“ bzw. dem maskieren von Oberflächen beschäftigt. Oberflächen im öffentlichen Raum gestalten ist für Ihn eine Metapher des Menschen, welcher sich selbst permanent vor Fremden maskiert. So erweitert STEM das Thema der Lackgeschichte, auf die Maskerade des Individuums.Er erschafft einige, in Technik ähnlich dem Pouring—Verfahren, intuitive Malereien; und schneidet diese, zu „nicht euklidischen“ Formen zu. Entstanden sind fraktale Fratzen, psychedelische Masken und letztlich Spiegel für den Menschen, der sich zumeist im öffentlichen hinter einer Maske bzw. seiner Rolle versteckt oder Sicherheit hinter selbiger findet.

Die im Schaufenster drapierten Fratzen, sind fraktale flücht

ige Momentaufnahmen des Lebens, wie sie einem tagtäglichen beim Blick ins Gesicht eines Fremden gegenüber begegnen. Die Maskerade des Menschen.

Tim Fammels 1992 (Objekt & Konzeption)

Autodidakt und Multimediakünstler
bewegt sich zwischen Malerei, Graffiti, Skulptur und Kunst im öffentlichen Raum.
Untersucht Vergänglichkeitsprozesse im urbanen Raum und damit verbundene Methoden und Maltechniken.
Lebte und arbeitete die letzten 6 Jahre in München, mittlerweile Arbeits- und Lebensmittelpunkt in Bonn und Umgebung.

In seinen Arbeiten verarbeitet Fammels alles, was ihm beim laufen durch die Straßen in die Hände fällt, als leidenschaftlicher Sammler beschäftigt er sich mit allem, was man in irgendeiner weise verändern, zweckentfremden oder umgestalten kann.

Durch die sehr diversen Arbeitsfelder, mit denen der Künstler sich beschäftigt, entstehen Werke, die den Prozess der Malerei im öffentlichen Raum Widerspiegeln und in vielseitigen Formen zum Ausdruck bringen.

Toni Werner (Film)

Fachschule für Bildhauerei / Kunstakademie München /Kulturmagazine im Fernsehen /Unabhängiger Filmemacher.

STEM (Fabian Bertler) *07.09.1986

STEM, bürgerlich Fabian Bertler, spielt schon als Kind lieber mit Buntstift und Kreide, als mit Lego. Fasziniert davon, mit Farbe Welten erschaffen zu können, möchte er Comiczeichner werden; Verwirft dies aber im Alter von 13 Jahren als er mit Graffiti bzw. dem Medium Sprühdose in Berührung kommt. Nun schafft er seine eigenen abstrakten Welten, reist bereits mit 15 Jahren durch die Bundesrepublik um immer größere Fassaden zu bemalen, und erhält bald seine ersten Aufträge. Mit 19 erlernt er das Hand

werk der Glas und Porzellanmalerei; mischt diese klassischen Maltechniken mit seinem Graffitistil und ist nun zwischen postmoderner und urbaner Malerei anzusiedeln. Inspiration kann für ihn alles und auch nichts sein. Überthema sind stehts Quanten und Metaphysik. Seine stilisierten, wiedererkennba

ren Formen, in den meisten seiner Arbeiten, beruhen auf jahrelanger Studie der Anatomie von Vögeln und Fischen—welche er, als „befreiteste“ Lebewesen wahrnimmt; den diese können „…wie Sie möchten der Erde (Materie), entfliehen. Sie heben selbiger ab bzw. tauchen vor dieser unter…“

STEM lebt und arbeitet aktuell in München, und kümmert sich neben seiner Kunst um die Leitung der offenen Kunstwerkstätten, in den Flüchtlingsunterkünften „Bayernkaserne“ und „Gräfelfing“.

Details

Beginn:
Februar 22
Ende:
Februar 28
Veranstaltungkategorien:
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